Im Farn

Baufeld B, B3-B4

Neubau I 2025 -

Niederhasli, Kanton Zürich

EG
2.OG
4.OG

Quartier im Farn

Das heute mit gewerblich genutzten Gebäuden überbaute Grundstück «Im Farn» direkt am Bahnhof von Niederhasli im dörflichen Kontext von Niederhasli wird mit einer Gesamtgestaltung zu einem neuen Zentrumsquartier entwickelt. Die neue Bebauung erweitert die dörfliche Struktur des Ortskerns um ein durchmischtes Quartier mit urbanem Charakter und verbindet diese zentrale Zone mit dem Naturraum des Haslisees. Der neue Bahnhof, als Ankunftsort und Treffpunkt, bildet den prägnanten Auftakt der neuen Zentrumszone und bildet mit dem Zentrumsquartier eine neue Adresse für Niederhasli. Der Bahnhof und die neue Bushaltestelle an der Stationsstrasse bilden die Zugangsseiten zum neuen Quartier, wo ein selektives Angebot an Geschäften und Dienstleistungen angeordnet ist. Ein differenziertes Wegnetz führt zu den attraktiven Aussenräumen im Quartierinneren, an denen die verschiedenen Zugänge zu den Wohnbauten liegen.


Gliederung durch Einschnitte 
Die beiden Gebäude auf Baufeld B3 und B4 sind ähnlich konfiguriert und verfügen aber über unterschiedliche Nutzungskonzepte. Mit einem deutlichen Einschnitt in den oberen Geschossen wird der Massstab der Bebauung gegenüber dem Gestaltungsplanprojekt aufgebrochen und die Kubatur und Geschossigkeit dem heterogenen aber deutlich kleinteilig geprägten Umfeld entsprechend eingestellt. Damit werden lange Fassadenfronten verhindert und es entstehen attraktive Überecksituationen für die Wohnungen. Die Rücksprünge in den oberen Wohngeschossen werden als teilweise gemeinschaftlich nutzbare Terrassen ausgeführt, auf denen Pergolas diverse Aussenraumqualitäten schaffen.

 

Zugänge, Wege, Adressen

Beide Gebäude reagieren auch im Erdgeschoss auf die gesuchte Transparenz. Das westlich am Bushof gelegene Haus B4 verfügt über einen zentralen Zugang zu den Gewerberäumen im Erd- und 1. Obergeschoss, der weitgehend transparent ausgeführt wird und Blicke bis zum zentralen Hof ermöglicht. Die Wohnungen in den Obergeschossen werden von den beiden Eingängen an den Stirnseiten erschlossen. Im rückwärtig gelegenen Wohnhaus B3 erlaubt zusätzlich eine grosszügige Velohalle die Durchsicht durch das Gebäude und den zentralen Zugang zu den beiden Treppenhäusern. Ein doppelgeschossiger Gemeinschaftsraum dient allen Bewohnern des Quartiers und ist gegen Süden auf den zentralen Grünraum orientiert. 


Materialität, Farbigkeit

Die beiden Gebäude sind massiv mit einem klaren strukturellen Raster gebaut. Auskragende Balkone sind entsprechend den Wohnräumen platziert. Der umlaufend auskragende Dachabschluss deckt die obersten Balkone und gibt den Fassaden einen grosszügigen Witterungsschutz. Die Häuser B3 und B4 verfügen über in der Farbigkeit einen verwandten Ausdruck, hingegen ist das Öffnungsverhalten differenziert gezeichnet und transportiert die unterschiedliche Nutzung und Position der Bauten. Die Fassaden in beiden Gebäuden sind mit hellen Verschalungen und Brüstungsbändern in Eternitplatten materialisiert. Die Sockelbereiche werden mit hellem Backsteinmauerwerk verkleidet. Fensterrahmen und Sonnenschutzblenden werden genauso wie die Dachuntersichten in Rottönen artikuliert. 




Info


Auftraggeber | HIAG AG 
Jahr | 2025/2026
Umfang | Projekt
Status | Baueingabe


Architektur B3, B4 | Käferstein & Meister Architekten AG, Zürich

Architektur B1, B2, B5 | Baumberger Stegmeier Architektur AG BSA SIA
Landschaftsarchitektur | Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH
Bauingenieur | Lüchinger Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektroplanung | Prioli + Partner AG

HLKS-Planung | VC Engineering AG

Bauphysik | Kuster + Partner AG
Renderings | Nightnurse

Käferstein & Meister Architekten AG
Johannes Käferstein, Urs Meister, Roberto Azzola, Bianca Schifani, Laura Frediani, Murielle Stähli, Frida Groenberg

Käferstein Meister

Limmatstrasse 275

8005 Zürich

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